Geschichte des KiJu

Das Kinder- und Jugendförderungswerk Asseln/Husen-Kurl e. V. ist anerkannter Träger der Jugendhilfe. Es wurde am 04.03.1992 auf Initiative des örtlichen AWO-Vorsitzenden Norbert Roggenbach und weiterer AWO-Mitstreiter/innen gegründet mit dem Ziel, Betreuung von Kindern verschiedener Altersstufen und damit Unterstützung/Entlastung insbesondere berufstätiger Eltern anzubieten. Es sollte das Angebot der AWO-Asseln im Bereich Kinder-Jugend-Familie erweitern und die seit dem 01.09.1991 von der AWO-Asseln an der Hellweg-Grundschule eingerichtete Schulkinderstube als neuer Träger übernehmen.

Dem AWO-Ortsverein Asseln war es aus verbandsrechtlichen Gründen nicht gestattet, selbst hauptamtliche Mitarbeiter für diese Einrichtung einzustellen. Das KiJu, als kooperativer Partner der AWO-Asseln, übernahm daher am 01.09.1992 diese Aufgabe. Hier wurden bis zu 86 angemeldete Kinder der Hellweg-Grundschule montags – freitags in der Zeit von 07.30 – 16.00 Uhr betreut, auch in den Ferien! Mit Ablauf des Schuljahres 2004/2005 wurde die neu ausgeschriebene Trägerschaft für die Ganztagsbetreuung an der Hellweg-Grundschule, seit 2001 offene Ganztagsschule, an die Caritas abgegeben.

Nach und nach erweiterte das KiJu seine Angebote. Am 01.04.1994 übernahm das KiJu den bislang städt. Kindertreff Asseln neben der Hellweg-Grundschule und erweiterte hier, mit Hilfe von hauptamtlichen Erzieherinnen, das tägliche Betreuungsangebot. Bis zu 50 Kinder der Altersgruppe von 6 – 12 Jahren besuchten diese offene Einrichtung. Zwischenzeitlich war der Kindertreff nur mit Hilfe von Honorarkräften an 2 Tage/Woche geöffnet. Mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 konnte er durch eine Kooperation mit dem örtlichen Jugendamt wieder an 5 Tagen in der Woche geöffnet werden. Dadurch gab es die in Dortmund damals einmalige Situation einer durchgehenden Schulbetreuung aus einer Trägerschaft von 7:30 bis 18:00 Uhr. Dies ist heute durch den Trägerwechsel an der Hellweg- Grundschule und die brandschutzbedingte Schließung des Kindertreffs leider nicht mehr gegeben.

Im Gebäude der Husener Falken im Bauerholz richtete das KiJu im Mai 2004 den offenen Kindertreff Husen ein. Dieser Kindertreff hatte 2x wöchentlich geöffnet. Später zog der Husener Kindertreff in die Husener AWO-Begegnungsstätte im Kühlkamp 2-4. Leider konnte der Kindertreff Husen wegen fehlender Finanzmittel seit 2014 nicht mehr fortgeführt werden.

1994 eröffnete das KiJu in Kooperation mit der AWO im ehemaligen AWO-Pavillon auf dem Grundstück der Hellweg-Grundschule eine Vorkindergartengruppe (heute U-3-Betreuung). Immer vormittags übernahm eine Kinderpflegerin zusammen mit einer ehrenamtlich tätigen pädagogischen Fachkraft die Betreuung bis zu 20 Kinder im Alter von 2 bis ca. 4 Jahren.

Am 01.11.1995 folgte der Jugendtreffs ‘Smash’ als Nutzer des ehem. AWO-Pavillons. Fortan bot das KiJu den Teens und Jugendlichen im Alter von 13 Jahren bis zum jungen Erwachsenen ein Betreuungsangebot mit Hilfe zweier Sozialarbeiter. Bis Dezember 2001 war das Smash montags – freitags von 14.30 – 20.30 Uhr geöffnet. Parallel zum Jugendtreff wurde auch die Aufgabe eines „Erziehungspädagogischen Sozialberaters“ (heute Schulsozialarbeit) eingerichtet. Dieser über eine Beschäftigungsförderungsmaßnahme eingestellte Sozialarbeiter kümmerte sich um verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche im Umfeld von Schulkinderstube, Kindertreff und Jugendtreff.

Durch Kürzungen im Bereich der ABM Maßnahmen musste die Erziehungspädagogische Sozialberatung wieder eingestellt werden. Die am 06.12.2001 ausgelaufene letzte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) im Smash wurde zwar nicht verlängert, konnte aber durch eine finanzielle Unterstützung der Bezirksvertretung Brackel bis November 2002 fortgeführt werden. Er hatte danach immerhin noch an 3 Tagen/Woche von 17.00 – 21.30 Uhr geöffnet. Seit November 2002 ist das Smash bedauerlicherweise geschlossen, denn leider fanden sich anschließend keine Möglichkeiten zur weiteren finanziellen Förderung des Smash. Dies war ein schwerwiegender Rückschritt zur Sicherung kontinuierlicher Jugendarbeit in Asseln.

Von Ende August 2005 bis Mitte 2017 unterhielt das KiJu in Kooperation mit der Schule eine Nachmittagsbetreuung an der Max-Born-Realschule. Schüler der Sekundarstufe I konnten montags – donnerstags in der Zeit von 13:30 – 17:00 Uhr ihre Freizeit sinnvoll gestalten. Neben der Hausaufgabenbetreuung und Entspannungsübungen unter Anleitung eines Lehrers, wurde den Jungen und Mädchen ein umfangreiches Programm mit den Schwerpunkten „gesunde Ernährung und Sport“ geboten.

Seit dem 12.04.2018 hat das KiJu einen neuen Vorstand.

Unter Leitung des neuen Vorsitzenden Peter Berberich soll das KiJu neu aufgestellt werden und wieder zahlreiche Angebote für Kinder und Jugendliche anbieten.

So beteiligte sich das KiJu z.B. schon in der Aktionswoche 2018 als Ausrichter eines Kinder- und Familienfestes. Gleichzeitig übernahm das KiJu auch wieder Arbeitgeberaufgaben, indem im Rahmen einer Beschäftigungsförderungsmaßnahme ein Mitarbeiter eingestellt wurde, der organisatorische, technische und pflegerische Aufgaben (z.B. im Rahmen der seit Mitte der 90er Jahre bestehenden Patenschaft am Spielplatz Flegelstr.) für das KiJu erledigt.